Das Beste für Gott

Ein Bauer trägt einen Sack voll Weizen nach Hause. Er freut sich über das gute Korn. Da begegnet ihm Gott und bittet den Bauern: "Schenk mir deinen Weizen!" Der Bauer öffnet den Sack und sucht das kleinste Korn heraus und reicht es Gott. Der verwandelt das kleine Weizenkorn in Gold und gibt es dem Bauern zurück. Da ärgert sich der Bauer, dass er Gott nicht den ganzen Sack voll Weizen geschenkt hat.

(Nach einer indischen Legende)

Was wir Gott geben, schenkt er uns gesegnet und verlebendigt zurück. Was wir den selbstgemachten Göttern opfern, zerstört unser Leben. Was wird den Göttern Profit und Reichtum, Lust und Macht, Ehre und Ruhm alles geopfert! Dabei wird das Leben immer ärmer und elender. Was wir Gott opfern, macht uns reich und erfüllt unser Leben mit Glanz und Schönheit.

Abraham opferte Gott das Liebste, seinen einzigen Sohn. Und er empfing ihn gesegnet und lebendig wieder. Die Menschen nennen diese Geschichte grausam und ärgern sich über einen Gott, der ein solches Opfer erwartet. Dabei opfert eine Menschheit ihre Würde, ihre Seelen und Kinder den Göttern des Fortschritts und Wirtschaftswachstums. Dabei werden Menschen ärmer und verzweifelter.

Was wir Gott geben, wird auch das Beste für uns sein. Das Beste für Gott, die besten Jahre, die besten Kräfte, die besten Werte, das Liebste für Gott ist immer auch das Sinnvollste und Richtigste für uns.

"Ich ermahne euch durch die Barmherzigkeit Gottes, dass ihr eure Leiber gebet zum Opfer das da lebendig, heilig und Gott wohlgefällig sei. Das sei euer vernünftiger Gottesdienst!"‘

(Römer 12,1)

Das Süßeste und das Bitterste

Ein König befahl eines Tages seinem Wesir: "Lauf und besorge mir eine Speise, die auf Erden an Süße nicht ihresgleichen hat und auch in den Meeren nicht süßer zu finden ist!" Der Wesir ging los, bedachte alle möglichen Speisen und kaufte schließlich eine zarte Zunge. Zu hause bereitete er sie als ein köstliches Mahl zu und trug sie dem König auf. Der König war zufrieden, denn die Zunge schmeckte ihm vorzüglich. Darauf befahl er dem Wesir: "Geh und besorge mir etwas, was so bitter ist, dass es auf der ganzen Welt nichts gibt, was bitterer ist!" Der Wesir machte sich auf und kaufte wieder eine Zunge, richtete sie und brachte sie dem König. Der König war überrascht: "Als das Süßeste brachtest du mir eine wunderbare Zunge. Nun verlange ich das Bitterste, und du bringst mir wieder eine Zunge!"

Der Wesir fragte den König: "Mein Herr, gibt es etwas Süßeres auf Erden als eine Zunge? Und gibt es etwas auf der Welt, was bitterer ist als eine Zunge?"

Ein einziges Wort kann ein Leben retten und bewahren, einer Seele wohl tun und Verletzungen heilen. Und ein anderes Wort kann töten und kränken, verderben und Bitternis säen. Unsere Zunge kann die Süße der Liebe und die Bitternis von Hass hervorbringen. Darum wollen wir unser Innerstes in die Liebe Gottes eintauchen, damit auch die Äußerungen des Lebens Worte der Liebe sind.

"So ist auch die Zunge ein kleines Glied und richtet große Dinge an. Siehe, ein kleines Feuer welch einen Wald zündet’s an! Und die Zunge ist auch ein Feuer Sie setzt des Lebens Kreis in Flammen und ist selbst von der Hölle entzündet. Die Zunge kann kein Mensch zähmen, das unruhige Übel, voll tödlichen Giftes. Aus einem Munde gehen Loben und Fluchen. Das soll nicht so sein. Lässt denn die Quelle aus einem Loch Süßes und Bitteres fließen?"

(Jakobus 3,5-11)

Was wir wirklich brauchen

Von Rainer Maria Rilke gibt es eine Geschichte aus der Zeit seines ersten Pariser Aufenthaltes. Gemeinsam mit einer Französin kam er um die Mittagszeit an einem Platz vorbei, an dem eine Bettlerin saß, die um Geld bat. Ohne zu einem Geber je aufzusehen, saß die Frau immer am gleichen Ort und streckte ihre Hand bittend aus. Rilke gab nie etwas. Seine Begleiterin gab häufig ein Geldstück. Eines Tages fragte die Französin, warum er nichts gebe, und Rilke gab ihr zur Antwort: "Wir müssten ihrem Herzen schenken, nicht ihrer Hand!"

Wenige Tage später brachte Rilke eine eben aufgeblühte weiße Rose, legte sie in die offene, abgezehrte Hand der Bettlerin. Da blickte die Bettlerin auf, sah den Geber, erhob sich mühsam von der Erde, tastete nach der Hand des fremden Mannes, küsste sie und ging mit der Rose davon. Eine Woche lang war die Frau verschwunden, ihr Platz blieb leer. Nach acht Tagen saß die Bettlerin wieder da am gewohnten Platz und streckte ihre bedürftige Hand aus. "Aber wovon hat sie denn all die Tage, da sie nichts erhielt, nur gelebt?" fragte die Französin. Rilke antwortete ihr: "Von der Rose!"

Gott hat unserem Leben nicht nur die Gaben für die Hand zugedacht, sondern auch die Liebe für das Herz. Gott gab uns nicht nur die Lebensmittel für das äußere Leben, sondern auch für das innere Leben. Es geht für uns nicht nur um den Lebensunterhalt, sondern um den Lebensinhalt. Kein Leben erfüllt sich im Haben von Dingen, wohl aber im Erfahren einer großen Liebe. Darum gab uns Gott das Beste, seinen Sohn, seine ganze Liebe und Treue.

"Ich habe dich je und je geliebt, darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Güte!" spricht Gott der Herr

(Jeremia 31,3)

Acker oder Feldweg

Gleicht unser Leben einem aufgebrochenen Acker oder einem plattgefahrenen Feldweg? Ein umgepflügter Acker ist offen und empfänglich für die Saat. Es arbeitet und rumort, sehnt und erwartet, gärt und bewegt sich in ihm. So offen und empfänglich sollte unser Leben sein. Aufgebrochen und voller Sehnsucht, fragend und hoffend, die guten Lebenskräfte zu empfangen und zu verarbeiten. Aber oft gleicht das Leben mehr einem Feldweg, auf dem die Wagen des Alltäglichen so sicher und gleichmäßig dahinrollen. Alles ist eingeebnet, plattgetreten, nivelliert und eingestampft. Kein Hoffen und Sehnen, kein Rumoren und Bohren, kein Fragen und Kämpfen. Alles ist eingelaufen und festgefahren, gewohnt und abgenutzt. Alles hat seinen Platz gefunden, ist eingespielt und müde. Es dringt nichts mehr ein, bricht nichts mehr auf. Die Alltagskaros von Einkommen und Auskommen, leisten und sich etwas leisten, Ansehen und Aussehen, Haus und Garten bestimmen unser Leben. Kein Fragen und Wagen, kein Umbruch und Aufbruch, keine Aussaat und keine Frucht.

Gott möchte seine Lebenskräfte in uns hineinsäen. Sind wir, wie ein Acker, offen und empfänglich? Kann Gott seine Liebe in uns hineinlegen, damit sie sich vermehrt und Frucht bringt?

"Bei dem aber in das gute Land gesät ist, das ist, der das Wort hört und versteht es und dann auch Frucht bringt!"

(Matthäus 13,23)

"Mache mich zum guten Lande,
wenn dein Samkorn auf mich fällt.
Gib mir Licht in dem Verstande
und, was mir wird vorgestellt,
präge du im Herzen ein,
lass es mir zur Frucht gedeihn."

(Benjamin Schmolck)

Das Geheimnis der Kraft

Eine griechische Sage erzählt von Antäus. Er war der Sohn der Mutter Erde und unüberwindlich stark. Niemand konnte ihn im Kampf bezwingen. Er verfügte über schier unermessliche Kräfte. Lange rätselte man über das Geheimnis seiner Kraft. Woher hatte Antäus seine Stärke?

Schließlich kam Herkules und löste das Geheimnis der Kraft. Im Kampf mit Antäus packte er ihn mit beiden Armen und hob ihn vom Erdboden hoch. Im Moment, als die Verbindung zur Erde unterbrochen war, wurde Antäus kraftlos und bezwingbar. Das Geheimnis seiner Kraft war die Verbindung mit seinem Ursprung, seiner Mutter Erde. Als Herkules diese Verbindung löste, konnte er Antäus besiegen. Seitdem gilt Herkules als der stärkste Mann.

Antäus bezog seine Kraft aus der Verbindung mit seinem Ursprung, seiner Mutter Erde. Christen beziehen ihre Kraft aus ihrem Ursprung, aus Gott, ihrem himmlischen Vater. In einer lebensmäßigen Verbindung mit Jesus haben wir teil an den Kräften Gottes und sind für die Sünde, den Tod und die Zerstörung unantastbar. Wenn es aber dem Feind gelingt, unsere Verbindung zu Jesus zu unterbrechen, werden wir kraftlos und schwach, anfällig und besiegbar.

"Unser Glaube ist der Sieg, der die Weit überwunden hat!"

(l. Johannes 5,4)

Eine Quelle der Kraft

Dr. Claude Fly, ein amerikanischer Landwirtschaftsexperte, war in Uruguay im Auftrag der UNO tätig. Eines Tages wurde er auf offener Straße von Tupamaros als Geisel genommen. Acht lange Monate musste er in einem winzigen Versteck tief unter der Erde, von unnachgiebigen Gangstern bewacht, aushalten. Die lange Zeit der Leiden und Qualen beschrieb Dr. Fly nach seiner Freilassung in dem Buch "Gott in meiner Angst".

"Mein Aufenthalt in der Zelle der Tupamaros kommt mir nun wie ein böser Traum vor. Es fällt mir schwer, mich an all die verschiedenen Gefühle und Leidenschaften zu erinnern, die mich so umgetrieben haben. Glücklicherweise hatte ich während der ganzen Zeit ein kleines Neues Testament bei mir. Es wurde für mich die einzige Quelle der Begegnung mit solchen Kräften, die außerhalb meines eigenen Herzens und auch außerhalb meiner Gefängniszelle wirksam waren. Das Klappern von Gewehren, die geladen und entladen wurden, das Geräusch von auf den Boden fallenden Patronenhülsen – dies alles nur zwei Meter von meinem Bett entfernt – waren für mich eine Seelenqual und ließen mich immer wieder vor Angst erschauern. Die ganze Zeit hindurch hielt mich die ständige Lektüre des Neuen Testaments aufrecht" (Seite 161).

Die Bibel eröffnet uns den Zugang zu Kräften außerhalb unseres Herzens und unserer Möglichkeiten. Der einfachste Weg über sich hinaus ist das Lesen der Bibel. Da öffnen sich Bereiche, die uns sonst verschlossen bleiben. Da zeigen sich Wege, die wir alleine nicht finden können. Da sehen wir Ziele, die uns über alles Eigene und Selbstgemachte erheben. Da begegnen uns Kräfte, die stärker sind als Leiden und Tod, als Böses und Irrtum, als Lüge und Wahn.

"Dein Wort ist meines Herzens Freude und Trost!"

(Jeremia 15,16)

Eine Quelle der Kraft

Dr. Claude Fly, ein amerikanischer Landwirtschaftsexperte, war in Uruguay im Auftrag der UNO tätig. Eines Tages wurde er auf offener Straße von Tupamaros als Geisel genommen. Acht lange Monate musste er in einem winzigen Versteck tief unter der Erde, von unnachgiebigen Gangstern bewacht, aushalten. Die lange Zeit der Leiden und Qualen beschrieb Dr. Fly nach seiner Freilassung in dem Buch "Gott in meiner Angst".

"Mein Aufenthalt in der Zelle der Tupamaros kommt mir nun wie ein böser Traum vor. Es fällt mir schwer, mich an all die verschiedenen Gefühle und Leidenschaften zu erinnern, die mich so umgetrieben haben. Glücklicherweise hatte ich während der ganzen Zeit ein kleines Neues Testament bei mir. Es wurde für mich die einzige Quelle der Begegnung mit solchen Kräften, die außerhalb meines eigenen Herzens und auch außerhalb meiner Gefängniszelle wirksam waren. Das Klappern von Gewehren, die geladen und entladen wurden, das Geräusch von auf den Boden fallenden Patronenhülsen – dies alles nur zwei Meter von meinem Bett entfernt – waren für mich eine Seelenqual und ließen mich immer wieder vor Angst erschauern. Die ganze Zeit hindurch hielt mich die ständige Lektüre des Neuen Testaments aufrecht" (Seite 161).

Die Bibel eröffnet uns den Zugang zu Kräften außerhalb unseres Herzens und unserer Möglichkeiten. Der einfachste Weg über sich hinaus ist das Lesen der Bibel. Da öffnen sich Bereiche, die uns sonst verschlossen bleiben. Da zeigen sich Wege, die wir alleine nicht finden können. Da sehen wir Ziele, die uns über alles Eigene und Selbstgemachte erheben. Da begegnen uns Kräfte, die stärker sind als Leiden und Tod, als Böses und Irrtum, als Lüge und Wahn.

"Dein Wort ist meines Herzens Freude und Trost!"

(Jeremia 15,16)

Signiert oder resigniert

Ein Junge fragt seinen Vater auf einer Bergwanderung: "Vater, sind auf den Bergen, wo die Kreuze stehen, Menschen abgestürzt?" "Nein", erklärt der Vater, "ein Kreuz auf einem Gipfel bedeutet, Menschen haben den Berg mit seinen Gefahren besiegt und bezwungen. Hier ist das Kreuz ein Zeichen des Sieges, nicht des Todes."

Wie viele Berge gibt es in unserem Leben, Berge von Schwierigkeiten, Berge der Sorge und Not, Berge von Leid und Schuld, Berge von Mühsal und Einsamkeit! Jesus hat alle diese Berge besiegt und bezwungen. Auf all diesen Bergen steht sein Kreuz, das Zeichen des Sieges. Wenn wir uns an Jesus halten, werden wir auf diesen Bergen nicht abstürzen, sondern sie mit ihm überwinden und meistern. Hat Jesus an unserem Leben sein Zeichen gemacht? Sind wir von Jesus handsigniert? Wer mit der Liebe und Vergebung Jesu signiert ist, lebt auf einen großen Sieg hin. Wer mit dem Kreuz Jesu nicht signiert ist, wird re-signiert sein, traurig und ohne Hoffnung, denn er lebt auf die große Niederlage des Sterbens und Verlierens hin. Darum wollen wir uns bewusst unter den Sieg Jesu stellen und ihn bitten, dass er uns zeichnet, segnet, signiert.

Als Johann Christoph Blumhardt auf dem Sterbebett lag, legte er seinem Sohn die Hand auf und sagte zu ihm: "Junge, ich segne dich zum Siegen!"

So möchte uns Jesus seine Hand auflegen und in aller Not und Angst, Sorge und Schwachheit zusprechen: "Ich segne dich zum Siegen!" Niemand ist zum Verlieren geboren. Jesus möchte, dass wir das Leben gewinnen. Darum rufen wir mit Jakob: "Herr, ich lasse dich nicht, du segnest mich denn!"

Der Herr segne und behüte dich.
Der Herr lasse sein Angesicht
über dir leuchten und sei dir gnädig.
Der Herr wende dir sein Angesicht zu
und gewähre dir Heil.

An Gottes Segen ist alles gelegen

Ein alter Mann ist vollkommen taub. Aber er geht jeden Sonntag zum Gottesdienst. Als ihn jemand fragt, warum er in die Kirche geht, obwohl er kein Wort versteht, antwortet er: "Der Segen!"

Was ist das eigentlich, Segen? Was ist ein gesegnetes Leben, ein gesegnetes Alter? Was bedeutet es, wenn wir sagen: "An Gottes Segen ist alles gelegen"? Was hat Jakob gemeint, als er rief: "Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn"? – Segnen kommt von signare, signieren und heißt: mit einem Zeichen versehen. Gott hat viele Zeichen gegeben. Gott machte an Kain das Zeichen der Schonung. Er gab Noah das Zeichen des Regenbogens. Abraham bekommt ein Zeichen. Jakob sieht die Himmelsleiter, Mose den brennenden Dornbusch, das Volk Israel die Wolken- und Feuersäule. Zeichen über Zeichen, bis das Zeichen kommt, in dem alle anderen eingeschlossen sind, das Zeichen des Christus, das Kreuz. Gesegnet sein ist mit dem Zeichen des Kreuzes von Gott signiert sein.

Zunächst ist das Kreuz ja ein Todeszeichen, ein Fluchzeichen. Aber indem Jesus den Fluch des Todes, das Gericht für uns trägt und überwindet, wird das Kreuz ein Siegeszeichen, ein Lebenszeichen.

Ein kleines Mädchen kommt vom Dorf in die Großstadt, sieht die vielen Kirchtürme und fragt die Mutter: "Warum sind auf den Kirchen die Pluszeichen?" Vom Rechnen wusste sie, dass das Kreuz das Zeichen für Plus ist.

Ein gesegnetes Leben ist ein Leben, das unter dem Pluszeichen Gottes steht. Eigentlich steht unser Leben unter dem Minuszeichen von Sünde und Tod. Aber wenn wir mit unserer Schuld zu Jesus kommen, wird er uns vergeben und uns mit dem Zeichen des Kreuzes segnen. Dann ist die Schuld vergeben, der Tod besiegt, das Leid getragen. Wir sind von Gott zum Leben gezeichnet, gesegnet.

Das Leben braucht einen Grund

Eins der schönsten Bauwerke Venedigs ist der berühmte Kampanile, der Glockenturm auf dem Markusplatz. Man hatte Sorge, dass der Turm eines Tages einstürzen würde. Man prüfte das Mauerwerk. Fachleute kamen zu dem Ergebnis, dass das Mauerwerk festgefügt, sicher und verlässlich ist. Um so überraschter war man, als eines Tages der schöne Turm zusammenstürzte und seine Trümmer den ganzen Markusplatz Übersäten. Neue Untersuchungen ergaben: das Mauerwerk war fest und solide gefügt, aber das Fundament war nicht tragfähig. Darum konnte das Bauwerk auch keinen Bestand haben.

Es gibt ein wichtiges Gesetz beim Bau eines Hauses: Das Fundament ist so wichtig wie die Mauer. So gut, wie das Haus nach oben gebaut werden muss, so fest muss der Grund nach unten gelegt sein. All die schönen Räume, die sich Menschen einrichten, haben keinen Bestand, wenn sie nicht auf einen soliden Grund, einem tragfähigen Fundament gebaut sind.

Wenn das für einen Hausbau gilt, für einen Turm oder eine Brücke wichtig ist, wie viel wichtiger ist es für das Leben. Wie töricht wäre es, im Leben zuerst an die schönen Räume zu denken, sich auszumalen, was man alles erleben, beginnen und aufbauen will, wenn man nicht die Frage nach dem Grund stellt. Ohne ein sicheres Fundament ist alles, was man baut und erlebt, haltlos, sinnlos und zukunftslos.

Jesus bietet uns ein Fundament für unser Leben an. Seine Worte und Verheißungen können uns tragen. Es sind keine leeren Worte, sondern Worte, die Jesus mit Leben gefüllt hat, Worte, die er mit seinem Leiden und Sterben bewiesen und mit seinem Blut unterschrieben hat. Wenn dann die Stürme des Lebens kommen, und sie werden kommen, und an unserem Lebenshaus rütteln, dann steht es fest. Wer sein Lebenshaus in den Sand von Illusionen, Ideologien und Philosophien baut, wird, wenn die Stürme des Lebens, die Wasser der Not, die Widrigkeiten des Lebens kommen, einen Zerbruch erleben. Nur Jesus in seiner tiefen Liebe und seiner festen Hand kann das Fundament unseres Lebens sein.

"Einen andern Grund kann niemand legen außer dem, der gelegt ist, welcher ist Christus!"

(I. Korinther 3,11)